Landwirtschaftliche Mischungen

Die Futterproduktion in der Landwirtschaft basiert auf den beiden Säulen Grünlandnutzung und Ackerfutter. Mit einem Anteil von 33 % (Schleswig-Holstein) bzw. 20 % (Mecklenburg-Vorpommern) an der landwirtschaftlichen Nutzfläche stellt das Grünland in beiden Bundesländern ein landschafts-prägendes Element dar – insgesamt etwa 600.000 ha. Wiesen und Weiden erbringen neben der Futtererzeugung auch eine enorme ökologische Leistung. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und damit für eine ökologische Vielfalt unerlässlich. Grünland ist darüber hinaus auch in Form von Humus ein sehr wichtiger Speicher von CO2. Grünlandschutz ist deshalb aktiver Klimaschutz.

Mit der deutlichen Ausdehnung der Maisfläche verlor der Anbau von Futterleguminosen stark an Bedeutung. Allerdings gab es in den letzten Jahren, besonders durch die wachsende Bedeutung des Öko-Landbaus wieder einen Anstieg. Vor allem die positive Wirkung auf die Bodenfruchtbarkeit gibt den Futterleguminosen wieder Rückenwind. Der Reinanbau von Futterleguminosen spielt eher eine untergeordnete Rolle. Wegen der bessere Silierbarkeit dominiert der Mischanbau mit Gräsern.

Der Anbau von Gräsern zur Futtergewinnung hat in Norddeutschland eine lange Tradition und deshalb in Regionen mit einer intensiveren Milchviehhaltung eine größere Anbaufläche behalten.

Landwirtschaftliche Mischungen haben neben der immer noch großen Bedeutung für die Futterproduktion in den letzten Jahren zusätzlich an Nachfrage im Rahmen von Greening-Begrünungsmaßnahmen und Blühflächenprogrammen gewonnen.